Martin Gollmer
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Themen - Journalismus & Medien


09-06-2011 | Radio- und FernsehgebĂĽhr ist vielen Schweizern zu hoch


Rund ein Drittel der Schweizer wollen höchstens 25 Fr. pro Monat für Radio und Fernsehen bezahlen. Das hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Link ermittelt.

Die Empfangsgebühren für Radio und Fernsehen betragen in der Schweiz bekanntlich 38.50 Fr. pro Monat und Haushalt. Vielen ist dieser Preis zu hoch, wie nun auch eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Link ergeben hat, die am 7. Juni 2011 in der „Coopzeitung“ veröffentlicht worden ist.

Auf die Frage „Wie viel ist Ihnen ein umfassendes Schweizer Radio- und Fernsehprogramm pro Monat wert?“ haben 34% der Schweizer Radio- und Fernsehnutzer bedeutend tiefere Beträge zwischen 0 und 25 Fr. genannt. 22% der Befragten sind bereit, zwischen 26 und 50 Fr. pro Monat zu investieren. 8% wĂĽrden sogar ĂĽber 100 Fr. dafĂĽr ausgeben. Beachtliche 30% der Befragten hatten wohl Angst, die Fahnder der Inkassostelle Billag persönlich am Telefon zu haben, und verzichteten auf eine Antwort.

Das Einkommen hat gemäss der Umfrage offenbar grossen Einfluss auf die Bereitschaft, für ein Radio- und Fernsehprogramm zu bezahlen. 10% der Befragten mit unter 6000 Fr. Einkommen würden mehr als 100 Fr. dafür ausgeben – bei den Einkommen über 6000 Fr. sind es nur 6%. Entsprechend haben in dieser Gruppe mit 38% deutlich mehr angegeben, dass sie maximal 25 Fr. bezahlen würden, als bei den tiefen Einkommen (28%).

Nahezu dasselbe Bild zeigt sich, wenn man die Resultate an der Bildung misst: Befragte mit einem nur einem Grundschulabschluss sind eher bereit, mehr auszulegen, als solche mit höherer Ausbildung.